#RBLFCH: Erste Halbzeit mäh, zweite Halbzeit yeah!

Die Roten Bullen drehen nach einem 0:1-Halbzeitstand das Spiel und gewinnen verdient 3:1. Kaiser, Poulsen und Compper steuern Tore bei. Ein äußerst unterhaltsames und euphorisierendes Spiel. Mit dem Ergebnis kann RB nun recht entspannt nach Freiburg fahren, wo am Montag das Spitzenspiel der Liga ansteht.

Besser konnte es am Ende kaum werden. Das Wetter spielte mit, nachdem es noch kurz vom Spiel ordentlich regnete, mit etwas über 22.000 Fans war es für einen Mittwoch 17:30 Uhr gut gefüllt in der Red Bull Arena und die Stimmung passte auch. Auch wenn es am Anfang nicht nach dem großen Feier-Abend aussah.

Zwar hatten die Rasenballer zu Beginn der Partie deutlich höhere Spielanteile, dennoch fehlte es gerade im Abschluss immer wieder an der Genauigkeit und man verlor sich im Klein-Klein. Im Vergleich zur letzten Partie waren Jung für Halstenberg und Ilsanker für Khedira in die Startelf gerückt. Erster machte seine Sache ordentlich, Ilsanker jedoch wirkte heute oft glücklos und zu ungenau. Da war es nur folgerichtig, dass Rangnick ihn zur Pause gegen Bruno wechselte.

Es dauerte bis zur 17. Minute, damit RB wirklich mal gefährlich vors Tor der Heidenheimer kam. Sabitzer schoss jedoch über den Kasten, so dass das 0:0 stand. Umso erschreckender und unerwarteter dann das 0:1 durch die Heidenheimer in der 21 Minute. Abstimmungsprobleme in der Abwehr der Leipziger und zack war der erste Schuss der Schwaben im Netz.

Ab der 35 Minute machten die Rasenballer dann ordentlich Druck. Einzig das Ergebnis stimmte nicht. So ging es also mit einem Rückstand in die Pause. Aus der kam dann die Jungs um Kapitän Kaiser besser raus als die Heidenheimer.

In der 56. Minute klingelte es dann das erste Mal für die Leipziger. Kaiser setzte sich nach Vorlage von Klostermann durch und vollendete, was sich vorher schon angekündigt hatte. Nur sechs Minuten später versenkte Poulsen wunderbar nach Vorlage von Poulsen das Leder im Netz der Gäste. Das war der Moment, in dem die Stimmung im Stadion zu brodeln begann.

Richtig Grund zum feiern gab es dann beim 3:1 in der 83. Minute. Wieder einmal war es Compper, der nach einer Ecke von Kaiser per Kopf zum Endstand vollstreckte. Damit hat unser Verteidiger nun schon drei Tore in den letzten drei Spielen gemacht. Vielleicht sollte er auf Stürmer umsatteln.

Wieder einmal war es für Selke und Nukan ein Long-Face-Day. Die beiden teuren Einkäufe vor der Saison durften wieder einmal die gesamten 90 Minuten die Bank wärmen. Sicher nicht, was sich beide vorgestellt hatten, aber wen sollte man rausnehmen in diesem wunderbar funktionierenden Kader?

Die Schiedsrichterleistung war diesmal etwas durchwachsen. Ein nicht gegebener Handelfer für die Leipziger, nicht ganz klare Linie bei der Vergabe der Karten und immer wieder unterbinden des Vorteils sorgte für einen gewissen Frust der Fans, die diesen mit „Schieber, Schieber“-Rufen zum Ausdruck brachten.

Letztlich aber war es doch ein gelungener Fußballabend, Leipzig hält den Abstand auf Platz zwei und drei konstant und kann jetzt mit breiter Brust nach Freiburg fahren. Selbst ein Unentschieden wäre dort zu verkraften, wobei davon auszugehen ist, dass die Rasenballer dort auch gewinnen wollen und damit schon mal eine ordentliche Duftmarke in Sachen Aufstieg setzen wollen.

Bildnachweis:

  • IMG_3199: Foto: Martin Stein

ABOUT THE AUTHOR: vonStein

Macht Fotos, lebt in Leipzig, redet wirr und mittlerweile auch über Fußball. Igitt!

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